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5A_914/2013: Ausdehnung der Tätigkeit des Willensvollstreckers über die Teilung des Nachlasses hinaus

Das BGer bestätigt im vorliegenden Urteil, dass die Ausdehnung der Tätigkeit des Willensvollstreckers über die Teilung des Nachlasses hinaus zulässig ist:
Die Ausdehnung der Tätigkeit des Willensvollstreckers über die Teilung des Nachlasses hinaus ist gemäss Lehre und Rechtsprechung zulässig (BGE 43 II 1 E. 1 S. 4; [...]). Die Anordnung einer Testamentsvollstreckung für die Lebensdauer eines Erben ist zumindest bezüglich der frei verfügbaren Quote möglich, d.h. soweit sie die Pflichtteile nicht verletzt [...], oder im - vorliegend nicht gegebenen - Fall eines Erbvertrages [...]. Die Anordnung einer Dauer-Willensvollstreckung im Umfang des Pflichtteils wäre ungültig [...], wobei die Ungültigkeit im Sinne von Art. 519 ZGB unter Gewärtigung der Verwirkungsfolgen geltend gemacht werden muss [...]. Vorausgesetzt ist sodann, dass der Willensvollstrecker sein Mandat nicht nach Beendigung seiner übrigen Aufgaben niederlegt [...]. Schliesslich bedarf es einer klaren und eindeutigen Anordnung seitens des Erblassers [...].