Die Verjährungsfrist für die Verfolgung von schweren Vergehen beträgt künftig zehn Jahre. Der Bundesrat hat am vergangenen Freitag eine entsprechende Revision des Strafgesetzbuches (StGB) und des Militärstrafrechts (MStG) auf den 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt.

In der Medienmitteilung des Bundesamtes für Justiz (BJ) heisst es zur Erläuterung:

Die heute geltende Verjährungsfrist von sieben Jahren reicht insbesondere bei komplexen Fällen von Wirtschaftkriminalität häufig nicht aus, um Strafverfahren abschliessen zu können. Die Gesetzesrevision verlängert deshalb im Interesse einer wirksamen Kriminalitätsbekämpfung die Verjährungsfrist für schwere Vergehen, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bedroht sind. Die moderate Verlängerung von sieben auf zehn Jahre berücksichtigt zugleich den Umstand, dass ein Strafverfahren innert angemessener Frist abgeschlossen werden muss und dass mit zunehmender Verfahrensdauer die Beweisschwierigkeiten steigen.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Juana Vasella hat an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School als Wissenschaftliche Assistentin sowie bei CMS von Erlach Poncet AG als Junior Associate gearbeitet.