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FINMA/ESMA: Kooperationsvereinbarungen betreffend Aufsicht über alternative Investmentfonds

Gemäss Medienmitteilung der FINMA vom 03.12.2012 hat die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA) die Kooperationsvereinbarungen zwischen der FINMA und den 27 Wertpapieraufsichtsbehörden der EU betreffend Aufsicht über alternative Investmentfonds genehmigt.

Die wesentlichen Elemente der Kooperationsvereinbarungen umfassen gemäss Medienmitteilung folgende Punkte:
  • Die Aufsichtsbehörden der EU und der Schweiz werden Fondsmanager beaufsichtigen können, die grenzüberschreitend in der EU und in der Schweiz tätig sind.
  • Die Zusammenarbeit beinhaltet unter anderem den Austausch von Informationen, grenzüberschreitende Vor-Ort-Kontrollen und die Unterstützung bei der Durchsetzung der jeweils geltenden Gesetze (d. h. der Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds [AIFM-Richtlinie] und des KAG).
  • Die EU-Aufsichtsbehörden können von der FINMA erhaltene relevante Informationen an andere EU-Behörden, die ESMA und den Europäischen Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) weitergeben, sofern die Vertraulichkeit angemessen gewährleistet ist.
  • Der Abschluss von Kooperationsvereinbarungen zwischen den Behörden von Ländern innerhalb und ausserhalb der EU ist gemäss der AIFM-Richtlinie eine Voraussetzung für Fondsverwalter aus Drittstaaten zur Zulassung auf die EU Märkte oder für ein Management des Fonds im Rahmen einer Delegation von Funktionen durch EU-Verwaltern.
  • Die Kooperationsvereinbarungen zwischen der EU und der Schweiz sind auf den 21. Juli 2013 anwendbar und ermöglichen die grenzüberschreitende Verwaltung und den Vertrieb von alternativen Investmentfonds an professionelle Anleger. 
Weiter Informationen siehe Medienmitteilung FINMA.